Führerschein A: Irgendwann kommt bei vielen der Moment, an dem man an einer Ampel neben einem Motorrad steht und denkt, das will ich auch. Manche haben das mit 17, andere mit 45, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Und fast alle stellen dann dieselben Fragen: Welche Klasse brauche ich? Muss ich wirklich die ganze Theorie noch mal machen? Und was kostet das Ganze am Ende inklusive Helm und Jacke?
Wir sind FahrKlar, ein Beratungs- und Begleitservice rund um den Führerschein. In diesem Ratgeber gehen wir den Weg zum Führerschein A ganz praktisch durch: welcher Einstieg für Sie Sinn ergibt, wie Ausbildung und Prüfung ablaufen, was das kostet und wie wir Ihnen helfen, schneller und ohne Umwege aufs Motorrad zu kommen. Die rechtlichen Details zu allen Motorradklassen haben wir separat im Artikel zum Führerschein Klasse A zusammengefasst.
Unsere Leistungen für angehende Motorradfahrer finden Sie außerdem kompakt auf der Seite Motorradführerschein mit FahrKlar.
Was bringt Ihnen der Führerschein A?
Der Führerschein A ist die „offene“ Motorradklasse. Damit dürfen Sie jedes Motorrad fahren, egal wie viel Leistung es hat. Superbike, Reiseenduro, Chopper mit zwei Litern Hubraum, alles erlaubt. Dazu kommen dreirädrige Kraftfahrzeuge (Trikes) mit mehr als 15 kW, wenn Sie mindestens 21 sind.
Die kleineren Klassen AM, A1 und A2 sind im Führerschein A automatisch enthalten. Und er gilt unbefristet. Einmal gemacht, haben Sie ihn für den Rest Ihres Lebens, ohne Arzt und ohne Verlängerung.
| Klasse | Leistung / Hubraum | Mindestalter | Im Führerschein A enthalten? |
|---|---|---|---|
| AM | bis 45 km/h, bis 50 cm³ | 15 | ja |
| A1 | bis 125 cm³, max. 11 kW, max. 0,1 kW/kg | 16 | ja |
| A2 | max. 35 kW, max. 0,2 kW/kg | 18 | ja |
| A | unbegrenzt | 24 direkt, 20 über A2 | das ist er |
Die genauen Definitionen stehen in § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung, die Altersstufen in § 10 FeV.

Die zwei Wege zum Führerschein A
Das ist die erste und wichtigste Entscheidung. Es gibt genau zwei Wege, und welcher passt, hängt vor allem von Ihrem Alter ab.
Weg 1: Direkteinstieg ab 24
Wer 24 oder älter ist, kann den Führerschein A direkt machen. Ausbildung auf einem großen Motorrad, Theorie- und Praxisprüfung, fertig. Das ist der Weg für die meisten Erwachsenen, die spät einsteigen.
Vorteil: Sie sind sofort in der offenen Klasse. Kein Zwischenschritt, keine zweite Prüfung. Nachteil: Die Ausbildung auf einem schweren Motorrad ist für absolute Anfänger anfangs fordernder. Gute Fahrschulen fangen deshalb oft auf einem leichteren Motorrad an und wechseln dann.
Weg 2: Stufenführerschein über A2
Wer jünger ist, macht zuerst A2 (ab 18). Nach zwei Jahren Besitz von A2 können Sie auf den Führerschein A aufsteigen, frühestens mit 20. Für den Aufstieg brauchen Sie keine neue Theorieprüfung, nur eine praktische Prüfung nach etwas Ausbildung in der Fahrschule.
Vorteil: Sie fahren schon mit 18 ein ordentliches Motorrad mit 35 kW, also rund 48 PS. Das reicht für die meisten Touren locker. Und die zwei Jahre Erfahrung machen Sie zu einem deutlich sichereren Fahrer, wenn Sie auf die große Maschine wechseln. Nachteil: zwei Prüfungen, zweimal Kosten, auch wenn der Aufstieg deutlich billiger ist.
Auch mit 24 oder älter kann der Weg über A2 Sinn ergeben, wenn Sie sehr unsicher sind oder sich ohnehin erst ein kleineres Motorrad kaufen wollen. Das besprechen wir gern in der Beratung.
Voraussetzungen für den Führerschein A
Die Liste ist überschaubar:
- Mindestalter 24 (Direkteinstieg) oder 20 mit zwei Jahren A2
- Wohnsitz in Deutschland
- Sehtest beim Optiker
- Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtseinheiten, wenn Sie noch keinen Führerschein haben
- Biometrisches Passfoto, Ausweis
- Antrag bei der Führerscheinstelle
- Ausbildung in einer anerkannten Fahrschule
Wer schon den Autoführerschein hat, braucht keinen neuen Erste-Hilfe-Kurs. Ein Sehtest ist meist trotzdem nötig. Und ganz wichtig: Den Antrag früh stellen. Die Führerscheinstellen brauchen je nach Stadt mehrere Wochen, und ohne Prüfauftrag keine Prüfung. Gerade im Frühjahr, wenn alle gleichzeitig Motorrad fahren wollen, wird es eng.
So läuft die Ausbildung zum Führerschein A ab
Theorie
Wer noch gar keinen Führerschein hat, besucht 12 Doppelstunden Grundstoff und 4 Doppelstunden Zusatzstoff für Motorrad. Mit vorhandener Klasse B reduziert sich der Grundstoff auf 6 Doppelstunden, dazu kommen die 4 Doppelstunden Zusatzstoff. Die Theorieprüfung legen Sie am Computer bei TÜV oder DEKRA ab.
Viele unterschätzen die Motorradfragen. Kurventechnik, Schräglage, Bremsverhalten, Schutzkleidung, Sichtbarkeit. Das ist anderer Stoff als beim Auto. Mit einer Lern-App und zwei bis drei Wochen Übung ist es aber gut machbar.
Praxis
Beim Direkteinstieg sind Sonderfahrten vorgeschrieben: 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten und 3 Fahrten bei Dunkelheit, jeweils 45 Minuten. Dazu kommen normale Übungsstunden. Wie viele, hängt stark von Ihrer Vorerfahrung ab. Wer schon mal Roller oder Moped gefahren ist, braucht weniger. Wer noch nie auf einem Zweirad saß, mehr.
Typisch sind 10 bis 20 Übungsstunden plus die 12 Sonderfahrten. Die Fahrschule entscheidet, wann Sie so weit sind.
Beim Aufstieg von A2 auf A gibt es keine Pflichtzahl an Stunden. Die meisten brauchen zwei bis fünf Stunden, um sich an die stärkere Maschine zu gewöhnen und die Grundfahraufgaben auf dem größeren Motorrad sicher zu fahren.

Die Prüfung zum Führerschein A
Die praktische Prüfung besteht aus zwei Teilen. Zuerst die Grundfahraufgaben auf einem abgesperrten Platz oder einer ruhigen Straße, dann die Fahrt im Verkehr. Der Prüfer und der Fahrlehrer fahren im Auto hinterher und sind über Funk mit Ihnen verbunden.
Typische Grundfahraufgaben sind zum Beispiel:
- Schieben des Motorrads, vorwärts und rückwärts, mit Wenden
- Slalom in Schrittgeschwindigkeit und mit höherem Tempo
- Stop-and-go und Kreisfahrt
- Gefahrbremsung mit höchstmöglicher Verzögerung
- Ausweichen mit und ohne vorheriges Bremsen
Die meisten, die durchfallen, scheitern an den Grundfahraufgaben, nicht an der Fahrt im Verkehr. Vor allem Langsamfahren und Wenden. Mit genug Übung in der Fahrschule sind das aber alles lösbare Aufgaben. Infos zum Prüfungsablauf gibt es bei TÜV NORD und DEKRA.
Was kostet der Führerschein A?
Die Kosten hängen stark davon ab, ob Sie schon einen Autoführerschein haben. Hier unsere Richtwerte für 2026:
| Ausgangslage | Richtwert Führerschein A |
|---|---|
| Ohne Führerschein (Direkteinstieg) | 2.500 bis 4.000 € |
| Mit Klasse B (Direkteinstieg) | 1.600 bis 2.800 € |
| Aufstieg von A2 | 500 bis 900 € |
| Schutzkleidung komplett | 800 bis 1.500 € |
Die Schutzkleidung wird gern vergessen. Helm, Jacke, Hose, Handschuhe und Stiefel brauchen Sie schon für die Fahrstunden. Manche Fahrschulen verleihen Helme, aber eigene Ausrüstung, die richtig passt, ist Gold wert. Beim Helm nicht sparen. Wer unsicher ist, was gute Schutzkleidung ausmacht, findet beim Institut für Zweiradsicherheit fundierte Infos.
Welches Motorrad nach dem Führerschein A?
Eine Frage, die wir oft hören, obwohl sie nicht direkt zu unserem Job gehört. Unsere ehrliche Meinung: Das erste Motorrad nach dem Führerschein A muss nicht das stärkste sein. Viele Anfänger kaufen sich eine 150-PS-Maschine und merken nach zwei Wochen, dass sie sich darauf nicht wohlfühlen.
Besser: ein Motorrad mit 50 bis 80 kW, gut beherrschbar, nicht zu schwer, bezahlbar in der Versicherung. Mittelklasse-Nakeds, Reiseenduros der mittleren Klasse oder Sporttourer sind gute Einstiegsgeräte. Nach einer Saison wissen Sie viel besser, was Sie wirklich wollen.
Und noch ein Tipp: Die Versicherung für Motorradanfänger kann teuer sein, vor allem bei starken Maschinen. Vorher Angebote einholen.

Führerschein A oder B196: Was passt zu Ihnen?
Seit 2020 gibt es eine Abkürzung für Autofahrer: die Schlüsselzahl B196. Wer mindestens 25 ist und seit mindestens fünf Jahren Klasse B hat, darf nach einer Schulung ohne Prüfung Leichtkrafträder bis 125 cm³ fahren. Nur in Deutschland.
Für den Weg zur Arbeit mit einem 125er-Roller ist das ideal. Wer aber Touren fahren, auf die Autobahn oder ins Ausland will, stößt schnell an Grenzen. 11 kW sind bei Gegenwind auf der Autobahn nicht viel. Unsere Faustregel: Wenn Sie ernsthaft Motorrad fahren wollen, machen Sie gleich den Führerschein A. Wenn Sie nur einen Roller für die Stadt brauchen, reicht B196. Mehr dazu auf unserer Seite zum Autoführerschein mit B196.
Sicher unterwegs nach der Prüfung
Der Führerschein A ist der Anfang, nicht das Ende. Motorradfahren lernt man nicht in 25 Fahrstunden, sondern in den ersten Jahren auf der Straße. Ein paar Dinge, die wir allen mitgeben:
- Fahrsicherheitstraining: Nach der ersten Saison ein Training machen. Bremsen, Kurven, Ausweichen unter Anleitung. Angebote gibt es über Automobilclubs, Motorradverbände und den Deutschen Verkehrssicherheitsrat.
- Sichtbarkeit: Die meisten Motorradunfälle mit Autos passieren, weil der Autofahrer das Motorrad übersieht. Helle Kleidung, Licht an, defensiv fahren.
- Saisonstart: Nach dem Winter die ersten Fahrten ruhig angehen lassen. Die Reaktionen sind eingerostet, der Asphalt ist kalt, auf den Straßen liegt noch Rollsplitt.
- Gruppenfahrten: Nicht mitziehen lassen, wenn andere schneller fahren. Jeder fährt sein Tempo.
Die Ausrüstung: Was Sie wirklich brauchen
Viele fragen uns, was sie vor der ersten Fahrstunde kaufen müssen. Die kurze Antwort: nicht alles auf einmal, aber das Wichtige gleich richtig. Hier die Liste, die wir unseren Kunden mitgeben, mit groben Preisen für solide Einstiegsausrüstung:
| Teil | Worauf achten | Richtpreis |
|---|---|---|
| Helm | ECE-Prüfnorm, richtig anprobiert, nicht gebraucht kaufen | 200 bis 500 € |
| Jacke | Protektoren an Schulter und Ellbogen, Rückenprotektor | 200 bis 400 € |
| Hose | Knieprotektoren, abriebfest, mit Jacke verbindbar | 150 bis 300 € |
| Handschuhe | Knöchelschutz, gute Passform | 50 bis 120 € |
| Stiefel | Knöchelschutz, feste Sohle | 120 bis 250 € |
Das klingt nach viel Geld. Aber Motorradkleidung ist Ihre Knautschzone. Ein Sturz bei 50 km/h in Jeans und Turnschuhen endet oft mit Haut-Transplantationen. Mit guter Kleidung stehen die meisten auf und fahren weiter. Der Helm ist dabei das Wichtigste: Probieren Sie mehrere Modelle an, am besten im Fachhandel. Ein Helm, der drückt, wird nach einer Stunde zur Qual.
So sparen Sie beim Führerschein A
Motorradführerschein ist kein Schnäppchen. Ein paar Dinge helfen aber, die Kosten im Rahmen zu halten:
- Antrag früh stellen. Wer auf den Prüfauftrag wartet und in der Zwischenzeit weiter Fahrstunden nimmt, weil er nicht aus der Übung kommen will, zahlt drauf.
- Theorie im Winter. Dann sind Sie im Frühjahr sofort bereit für die Praxis.
- Fahrstunden bündeln. Zwei Stunden am Stück, zwei- bis dreimal die Woche. Lange Pausen zwischen den Stunden kosten Zeit, weil man jedes Mal wieder reinkommen muss.
- Preise vergleichen, aber richtig. Nicht nur auf den Grundbetrag schauen. Entscheidend sind Preis pro Fahrstunde, Sonderfahrten und Vorstellungsgebühr.
- Nicht zu früh zur Prüfung. Eine wiederholte Prüfung kostet mehr als zwei zusätzliche Übungsstunden.
- Ausrüstung im Angebot. Vorjahresmodelle bei Jacke und Hose sind oft deutlich günstiger. Beim Helm lieber nicht sparen.
- Bei der Versicherung vergleichen. Zweitfahrzeugrabatte oder die Übernahme eines Schadenfreiheitsrabatts innerhalb der Familie können viel ausmachen.
Checkliste für den Prüfungstag
- Ausweis und Prüfbescheinigung der Fahrschule dabei
- Vollständige Schutzkleidung, auch bei Hitze
- Ausgeschlafen, etwas gegessen, kein Energydrink-Marathon
- Vorher mit dem Fahrlehrer noch einmal die Grundfahraufgaben gefahren
- Funkgerät getestet, bevor es losgeht
- Bei Unsicherheit nachfragen, das ist erlaubt
Und wenn es beim ersten Mal nicht klappt: Das passiert vielen. Nach zwei Wochen können Sie wiederholen, meist mit ein, zwei zusätzlichen Stunden dazwischen.
Führerschein A für Zugezogene
Wer aus dem Ausland nach Deutschland zieht und dort schon Motorrad gefahren ist, fragt sich, ob der Führerschein anerkannt wird. Bei EU- und EWR-Führerscheinen ist das einfach: Die Klasse gilt weiter. Bei Führerscheinen aus Drittstaaten gilt der ausländische Führerschein meist nur sechs Monate ab Wohnsitzanmeldung. Danach muss er umgeschrieben werden, je nach Land mit oder ohne Prüfung. Die Motorradklassen werden dabei nicht immer eins zu eins übernommen. Wir prüfen Ihren Fall in der Erstberatung und sagen Ihnen, welche Schritte für den deutschen Führerschein A nötig sind. Mehr dazu auch in unserem Artikel über den deutschen Führerschein.
Ein Fall aus unserer Beratung
Ein Mann aus Stuttgart, 47, Ingenieur. Mit 18 hatte er den Autoführerschein gemacht, Motorrad war immer ein Traum, aber erst Studium, dann Familie, dann Hausbau. Jetzt, mit erwachsenen Kindern, wollte er endlich.
Seine Frage war: Direkt der Führerschein A mit 47, oder lieber erst A2? Wir haben mit ihm über seine Pläne gesprochen. Er wollte Touren in den Alpen fahren, mit seiner Frau als Sozia. Da ergibt A2 wenig Sinn. Also Direkteinstieg. Wir haben ihm geholfen, eine Fahrschule zu finden, die auf ältere Einsteiger eingeht und erst auf einer leichten Maschine anfängt. Antrag im Februar, Theorie im März, Prüfung Ende April. Im Juni war er am Stilfser Joch.
Wie FahrKlar Ihnen zum Führerschein A verhilft
FahrKlar stellt keine Führerscheine aus und legt keine Prüfungen für Sie ab. Die Fahrerlaubnis kommt von der Behörde, die Prüfung legen Sie selbst ab. Was wir übernehmen, ist alles drumherum, damit Sie schneller und stressfreier aufs Motorrad kommen:
| Leistung | Ihr Vorteil |
|---|---|
| Kostenlose Erstberatung | Direkteinstieg oder A2, was passt zu Ihrem Alter, Ihren Plänen und Ihrem Budget? |
| Antrag | Vollständig vorbereitet, damit die Führerscheinstelle nichts zurücksendet. Besonders wichtig vor der Saison. |
| Fahrschul-Suche | Anerkannte Fahrschule mit passenden Motorrädern und freien Terminen in Ihrer Nähe. |
| Prüfungsvorbereitung | Tipps für die Grundfahraufgaben, typische Fehler, Checkliste für den Prüfungstag. |
| Aufstiegs-Planung | Wir erinnern Sie, wenn die zwei Jahre A2 um sind, und planen den Aufstieg auf den Führerschein A. |
Was andere über uns sagen, lesen Sie bei den Kundenerfahrungen. Wie wir arbeiten und warum wir nur den offiziellen Weg gehen, steht auf der Seite Über uns. Wer sich eher für größere Fahrzeuge interessiert, findet Infos zum Lkw-Führerschein und zum Busführerschein.
Realistischer Zeitplan: Vom Entschluss bis zur ersten Tour
So sieht ein typischer Ablauf aus, wenn Sie schon den Autoführerschein haben und im Winter anfangen. Wer im Frühjahr einsteigt, muss mit längeren Wartezeiten rechnen, weil dann alle gleichzeitig loslegen wollen.
| Zeitraum | Was passiert |
|---|---|
| Januar | Beratung, Fahrschule wählen, Sehtest, Passfoto, Antrag bei der Führerscheinstelle |
| Februar | Theorieunterricht, Lernen mit App, Schutzkleidung anprobieren und kaufen |
| März | Theorieprüfung, erste Fahrstunden auf dem Übungsplatz |
| April | Übungsstunden, Sonderfahrten, Grundfahraufgaben perfektionieren |
| Ende April / Mai | Praktische Prüfung, Führerschein A in der Hand |
| Mai / Juni | Motorrad kaufen, erste Touren, später Sicherheitstraining |
Der größte Zeitfresser ist fast immer die Behörde. Wer den Antrag im Januar stellt, hat im März den Prüfauftrag sicher. Wer erst im April anfängt, sitzt oft bis Juni fest und verpasst die halbe Saison. Genau hier hilft ein vollständiger, sauberer Antrag, den wir mit Ihnen vorbereiten. Ein Antrag, der wegen eines fehlenden Dokuments zurückkommt, kostet Sie im Frühjahr leicht einen Monat Motorradfahren.
Spät einsteigen: Motorradführerschein mit 40, 50 oder 60
Ein großer Teil unserer Kunden für den Führerschein A ist über 40. Das hat gute Gründe: mehr Zeit, mehr Geld, oft ein alter Traum. Wer spät einsteigt, hat einen Vorteil, den viele unterschätzen. Jahrzehnte Erfahrung im Straßenverkehr. Sie lesen Verkehrssituationen besser, fahren vorausschauender und lassen sich seltener zu Dummheiten hinreißen als ein 20-Jähriger.
Was späten Einsteigern schwerer fällt, ist das rein Motorische. Gleichgewicht bei Schrittgeschwindigkeit, die Kupplung beim Anfahren am Berg, das Gewicht beim Rangieren. Das lässt sich aber alles lernen. Wichtig ist eine Fahrschule, die geduldig ist und nicht nach Schema F ausbildet. Genau darauf achten wir bei der Fahrschulsuche für Sie.
Ein Tipp noch: Achten Sie auf die Sitzhöhe. Wer mit beiden Füßen sicher auf den Boden kommt, fühlt sich deutlich wohler. Viele Fahrschulen haben Motorräder mit niedriger Sitzbank oder können sie absenken.
Mit Sozius und Gepäck: Was nach dem Führerschein kommt
Viele wollen den Führerschein A, um zu zweit auf Tour zu gehen. Rechtlich dürfen Sie ab dem ersten Tag einen Beifahrer mitnehmen, eine Probezeit-Einschränkung gibt es dafür nicht. Praktisch raten wir, die ersten paar hundert Kilometer allein zu fahren. Mit Sozius verändert sich das Fahrverhalten spürbar: längerer Bremsweg, anderes Kurvenverhalten, mehr Gewicht beim Rangieren.
Dasselbe gilt für Gepäck. Koffer, Topcase und Tankrucksack erhöhen das Gewicht und verändern den Schwerpunkt. Reifendruck anpassen, zulässiges Gesamtgewicht im Fahrzeugschein beachten und die erste Tour nicht gleich über fünf Alpenpässe planen.
Häufige Fragen zum Führerschein A
Kann ich den Führerschein A mit 20 machen?
Nur, wenn Sie seit mindestens zwei Jahren A2 haben. Dann ist der Aufstieg ab 20 möglich. Ohne A2 müssen Sie bis 24 warten.
Wie lange dauert der Führerschein A?
Mit vorhandenem Autoführerschein oft sechs bis zwölf Wochen, je nach Behörde, Wetter und Fahrschule. Ohne Führerschein eher drei bis fünf Monate.
Muss ich beim Aufstieg von A2 wieder Theorie machen?
Nein. Beim Aufstieg nach zwei Jahren genügt die praktische Prüfung. Etwas Ausbildung in der Fahrschule ist trotzdem nötig, aber ohne feste Mindeststundenzahl.
Kann ich im Winter Motorradführerschein machen?
Theorie ja, das ist sogar klug. Praxis ist bei Schnee und Glatteis schwierig. Viele machen im Winter die Theorie und im Frühjahr die Fahrstunden, dann sind sie vor dem großen Ansturm fertig.
Gilt der Führerschein A im Ausland?
In der ganzen EU und im EWR ohne Einschränkung. Für Reisen außerhalb Europas brauchen Sie oft zusätzlich einen Internationalen Führerschein.
Gibt es beim Führerschein A eine Probezeit?
Wenn es Ihr erster Führerschein ist, ja: zwei Jahre, mit Alkoholverbot. Haben Sie schon einen anderen Führerschein und die Probezeit hinter sich, beginnt keine neue.
Darf ich mit dem Führerschein A auch Trikes fahren?
Ja, dreirädrige Kraftfahrzeuge mit mehr als 15 kW dürfen Sie ab 21 fahren. Mit Klasse B gibt es in Deutschland außerdem eigene Regeln für Trikes, die wir Ihnen gern erklären.
Wie viele Fahrstunden brauche ich für den Führerschein A mit Autoführerschein?
Neben den 12 Sonderfahrten meist 8 bis 15 Übungsstunden. Wer schon Roller oder Moped gefahren ist, liegt eher am unteren Ende. Wer noch nie auf einem Zweirad mit Kupplung saß, am oberen. Entscheidend sind vor allem die Grundfahraufgaben, also Langsamfahren, Slalom und Bremsen. Die Fahrt im Verkehr fällt Autofahrern meist leichter, weil sie Verkehrsregeln und Situationen schon kennen. Ein ehrlicher Rat: Nehmen Sie lieber zwei Stunden mehr, bevor Sie zur Prüfung gehen. Eine wiederholte Prüfung kostet mehr Geld und vor allem mehr Nerven. Und die Sicherheit, die Sie in den zusätzlichen Stunden gewinnen, nehmen Sie mit in die erste Saison.
Fazit
Der Führerschein A ist für viele ein lang gehegter Wunsch. Mit dem richtigen Plan ist er schneller erledigt, als man denkt. Die wichtigste Entscheidung ist der Einstieg: direkt oder über A2. Danach geht es vor allem darum, Antrag und Fahrschule so zu organisieren, dass Sie nicht mitten in der Saison auf einen Prüfungstermin warten.
Schreiben Sie uns kurz Ihr Alter, welche Führerscheine Sie schon haben und was Sie fahren wollen. Wir melden uns meist innerhalb eines Werktags mit einem konkreten Vorschlag. Jetzt kostenlose Beratung zum Führerschein A anfragen.
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