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FahrKlar

Der Führerschein Klasse BE ist so ein Thema, das keiner auf dem Schirm hat, bis der Wohnwagen gekauft ist. Oder bis die Tochter mit dem Reiten anfängt und das erste Turnier ansteht. Dann steht man vor dem Pferdeanhänger, schaut in den Fahrzeugschein und merkt: Mit Klasse B allein wird das nichts.

Wir bei FahrKlar kriegen diese Anrufe vor allem im Frühjahr, wenn die Campingsaison losgeht. In diesem Beitrag schreiben wir auf, was der Führerschein Klasse BE erlaubt, welche Gewichte gelten, wie Ausbildung und Prüfung ablaufen und was das Ganze 2026 kostet. Und am Ende, wie wir Ihnen dabei helfen, falls Sie keine Lust haben, sich durch Behörden und Fahrschulangebote zu wühlen.

Wenn Sie noch gar keinen Autoführerschein haben, fangen Sie am besten auf unserer Seite zum Führerschein Klasse B an. Klasse BE baut darauf auf.

Was erlaubt der Führerschein Klasse BE genau?

Kurz gesagt: Mit dem Führerschein Klasse BE dürfen Sie hinter ein Auto der Klasse B einen Anhänger hängen, der bis zu 3.500 kg zulässige Gesamtmasse hat. Das Zugfahrzeug selbst darf ebenfalls bis 3.500 kg wiegen. Theoretisch kommt so ein Gespann auf bis zu 7.000 kg. In der Praxis begrenzt fast immer das Auto, was dranhängen darf, dazu gleich mehr.

Die rechtliche Grundlage steht in § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Dort sind alle Klassen definiert. Hier die Eckdaten in einer Tabelle:

MerkmalFührerschein Klasse BE
ZugfahrzeugPkw der Klasse B, max. 3.500 kg zGM, max. 8 Fahrgastplätze
Anhängerüber 750 kg bis 3.500 kg zGM
Gespann maximalbis 7.000 kg (rechnerisch)
Mindestalter18 Jahre, mit Begleitetem Fahren ab 17
VoraussetzungKlasse B (vorher oder gleichzeitig)
Theorieprüfungkeine
Praktische Prüfungja, bei TÜV oder DEKRA
Gültigkeitunbefristet
Höchstgeschwindigkeit mit Anhänger80 km/h, mit Tempo-100-Zulassung 100 km/h

Eine Zeile in der Tabelle wird gern überlesen: Der Führerschein Klasse BE ist unbefristet. Einmal gemacht, haben Sie ihn für immer. Kein Arzt, keine Verlängerung, anders als bei Lkw und Bus.

Führerschein Klasse BE: Pkw mit Wohnwagen als Gespann
Ein typisches Gespann für den Führerschein Klasse BE: Pkw mit Wohnwagen. (Foto: Oxfordian Kissuth, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)

Wann reicht Klasse B, wann brauchen Sie BE?

Das ist die Frage, bei der die meisten falsch liegen. Und zwar in beide Richtungen. Manche machen den Führerschein Klasse BE, obwohl B gereicht hätte. Andere fahren seit Jahren mit einem Gespann rum, für das sie eigentlich BE bräuchten, und wissen es nicht.

Mit Klasse B allein dürfen Sie:

  • jeden Anhänger bis 750 kg zulässige Gesamtmasse ziehen, egal was das Auto wiegt
  • einen schwereren Anhänger ziehen, wenn Auto und Anhänger zusammen höchstens 3.500 kg zulässige Gesamtmasse haben

Mit der Schlüsselzahl B96 geht das Gespann bis 4.250 kg. Dafür gibt es keine Prüfung, nur eine Schulung in der Fahrschule. Alles darüber hinaus, also sobald der Anhänger mehr als 750 kg hat und das Gespann über 4.250 kg liegt, braucht den Führerschein Klasse BE.

Klasse BB96Klasse BE
Anhänger bis 750 kgjajaja
Gespann bis 3.500 kgjajaja
Gespann bis 4.250 kgneinjaja
Anhänger bis 3.500 kg (Gespann bis 7.000 kg)neinneinja
PrüfungTheorie + Praxiskeine, nur Schulungnur Praxis
Kosten Richtwert2.500 bis 4.500 €meist unter 700 €600 bis 1.200 €

Ein Beispiel, das wir ständig sehen: VW Tiguan, zulässige Gesamtmasse rund 2.300 kg. Dazu ein Wohnwagen mit 1.500 kg. Zusammen 3.800 kg. Mit Klasse B allein ist das verboten. Mit B96 wäre es erlaubt. Kommt aber später ein größerer Wohnwagen mit 2.000 kg, sind es 4.300 kg, und dann hilft nur noch der Führerschein Klasse BE.

Unser Rat: Wer weiß, dass es nicht beim kleinen Anhänger bleibt, sollte gleich BE machen. Der Preisunterschied zu B96 ist kleiner, als man denkt, und Sie müssen nie wieder rechnen.

Die Zahlen im Fahrzeugschein: Wo steht, was Sie ziehen dürfen?

Der Führerschein Klasse BE sagt, was Sie dürfen. Was Ihr Auto darf, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I, also im Fahrzeugschein. Beides muss passen. Diese Felder sind entscheidend:

  • Feld F.2: zulässige Gesamtmasse des Autos
  • Feld O.1: maximale Anhängelast gebremst
  • Feld O.2: maximale Anhängelast ungebremst (meist 750 kg)
  • Feld 13: Stützlast, also was maximal auf der Kupplung lasten darf

Ein Kleinwagen hat oft nur 1.000 bis 1.200 kg Anhängelast. Da bringt Ihnen der Führerschein Klasse BE wenig, weil das Auto gar keinen schweren Anhänger ziehen darf. Große SUVs, Pick-ups und Transporter schaffen dagegen 2.500 bis 3.500 kg. Bevor Sie also Geld in den Führerschein stecken, einmal in den Fahrzeugschein schauen. Oder uns fragen, wir rechnen das mit Ihnen durch.

Wer braucht den Führerschein Klasse BE typischerweise?

Aus unseren Beratungen kennen wir vor allem diese Gruppen:

Camper mit großem Wohnwagen

Familien-Wohnwagen mit Etagenbetten wiegen schnell 1.800 bis 2.500 kg. Mit einem kräftigen Zugfahrzeug liegt man fast immer über 4.250 kg. Ohne Führerschein Klasse BE ist hier Schluss.

Pferdebesitzer

Ein Zwei-Pferde-Anhänger hat meist 2.000 bis 2.700 kg zulässige Gesamtmasse. Das ist der Klassiker für BE. Und gerade hier sollte man nicht rechnen, ob es „gerade so“ passt. Lebende Tiere im Anhänger verzeihen keine Fahrfehler.

Handwerker und Selbstständige

Garten- und Landschaftsbauer mit Minibagger, Dachdecker mit Materialanhänger, Veranstaltungstechniker. Wer beruflich schwer zieht, braucht den Führerschein Klasse BE fast immer. Für gewerbliche Fahrten gibt es zusätzlich Regeln zu Ladungssicherung und Kontrollen.

Autohändler, Oldtimer- und Bootsfans

Ein Autotransportanhänger hat oft 2.000 bis 3.000 kg. Ein Bootstrailer mit Motorboot ähnlich. Beides fällt fast immer in den Bereich, für den Sie den Führerschein Klasse BE brauchen.

Pferdeanhänger für den Führerschein Klasse BE
Pferdeanhänger mit 2 Tonnen und mehr: ein klarer Fall für den Führerschein Klasse BE. (Foto: Ra Boe, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5)

Voraussetzungen für den Führerschein Klasse BE

Die Liste ist kurz, und das ist die gute Nachricht:

  • Sie haben Klasse B oder machen sie gleichzeitig
  • Sie sind mindestens 18, oder 17 im Rahmen von Begleitetem Fahren nach § 48a FeV
  • Sehtest, wenn Sie BE zusammen mit B machen oder die Behörde ihn verlangt
  • Biometrisches Passfoto und Ausweis
  • Antrag bei der Führerscheinstelle

Einen neuen Erste-Hilfe-Kurs brauchen Sie nicht, wenn Sie schon Klasse B haben. Auch keine neue Theorieprüfung. Das macht den Führerschein Klasse BE zu einer der günstigsten Erweiterungen überhaupt.

Übrigens: Wer noch einen alten Führerschein Klasse 3 hat, der vor 1999 ausgestellt wurde, hat BE in aller Regel schon drin. Beim Umtausch in den Kartenführerschein wird das mit eingetragen. Wer unsicher ist, schaut auf die Rückseite seiner Karte oder fragt uns.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung zum Führerschein Klasse BE ist überschaubar. Rechnen Sie mit zwei bis sechs Wochen, je nachdem, wie schnell Ihre Fahrschule Termine hat.

Theorie: Wer B schon hat, besucht nur den klassenspezifischen Zusatzstoff. Das sind 4 Doppelstunden à 90 Minuten. Inhalt: Anhängertechnik, Beladung, Stützlast, Pendeln, Bremsen, Rückwärtsfahren. Eine Theorieprüfung gibt es nicht.

Praxis: Vorgeschrieben sind 5 Sonderfahrten mit dem Gespann, jeweils 45 Minuten:

  • 3 Überlandfahrten
  • 1 Autobahnfahrt
  • 1 Nachtfahrt

Dazu kommen normale Übungsstunden, vor allem fürs Rangieren. Die meisten brauchen 3 bis 8 zusätzliche Stunden. Wer vorher schon mal einen Anhänger rückwärts eingeparkt hat, eher weniger. Wer noch nie, eher mehr. Das Rückwärtsfahren mit Anhänger ist für viele die größte Hürde, weil man alles „falsch rum“ lenken muss.

Die praktische Prüfung für den Führerschein Klasse BE

Die Prüfung nimmt ein Prüfer von TÜV oder DEKRA ab. Sie dauert rund eine Stunde, davon etwa 45 Minuten Fahrt. Geprüft werden:

  • Abfahrtkontrolle: Beleuchtung, Reifen, Kupplung, Abreißseil, Sicherung der Ladung
  • An- und Abkuppeln: Sie kuppeln den Anhänger selbst an und ab, inklusive Stecker und Stützrad
  • Grundfahraufgaben: in der Regel Rückwärtsfahren mit Anhänger, etwa um eine Ecke oder in eine Lücke
  • Fahrt im Verkehr: innerorts, Landstraße, meistens auch ein Stück Autobahn

Die häufigsten Durchfallgründe bei BE sind nach unserer Erfahrung: vergessenes Abreißseil beim Ankuppeln, zu enge Kurven (Anhänger auf dem Bordstein) und beim Rückwärtsfahren zu viel Lenkeinschlag. Mehr Infos zu Prüfungen gibt es beim TÜV NORD.

Was kostet der Führerschein Klasse BE 2026?

Das hängt, wie immer, stark von der Fahrschule und der Region ab. Diese Richtwerte nennen wir unseren Kunden:

PostenRichtwert
Grundbetrag Fahrschule150 bis 350 €
5 Sonderfahrten (je 45 Min.)400 bis 650 €
Übungsstunden (3 bis 8)200 bis 700 €
Vorstellung zur Prüfung100 bis 200 €
Prüfgebühr TÜV/DEKRAca. 100 bis 130 €
Antrag Führerscheinstelleca. 40 bis 50 €
Gesamt realistisch600 bis 1.200 €

Wer BE direkt zusammen mit B macht, spart oft den zweiten Grundbetrag und ein paar Behördengebühren. Das lohnt sich, wenn der Anhänger ohnehin schon feststeht. Eine allgemeine Übersicht zu den Klassen hat auch der ADAC.

Anhängerkupplung und Abreißseil beim Führerschein Klasse BE
Kupplung, Stecker, Abreißseil: Beim Führerschein Klasse BE gehört das An- und Abkuppeln zur Prüfung. (Foto: CosyCobra, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0)

Checkliste Abfahrtkontrolle zum Ausdrucken

Diese Liste gehen wir mit jedem Kunden vor der Prüfung durch. Sie hilft aber auch später, vor jeder Fahrt in den Urlaub. Wer sie drauf hat, besteht die Abfahrtkontrolle fast immer ohne Probleme.

  • Kugelkopf und Kupplung: richtig eingerastet, Sicherheitsanzeige auf Grün
  • Abreißseil um den Kugelhals oder in die Öse eingehängt, nicht um die Kugel selbst
  • Stecker drin, 13-polig oder mit Adapter
  • Beleuchtung am Anhänger: Blinker links und rechts, Bremslicht, Rücklicht, Nebelschlussleuchte, Kennzeichenbeleuchtung
  • Stützrad hochgekurbelt und festgeklemmt
  • Feststellbremse am Anhänger gelöst
  • Reifen: Profil, Luftdruck, sichtbare Schäden
  • Ladung gesichert, Türen und Klappen zu
  • Außenspiegel eingestellt, bei breiten Anhängern Zusatzspiegel montiert
  • Kennzeichen am Anhänger vorhanden und lesbar

Klingt nach viel, dauert mit etwas Übung aber keine fünf Minuten. Und es ist genau das, was Prüfer sehen wollen: dass Sie wissen, was Sie da hinten dranhängen.

Tempo 100 mit Anhänger: Was dafür nötig ist

Standardmäßig sind mit Anhänger 80 km/h erlaubt. Viele Camper wollen auf der Autobahn aber 100 fahren, vor allem auf langen Strecken nach Süden. Das geht, wenn Zugfahrzeug und Anhänger bestimmte Bedingungen erfüllen. Die wichtigsten:

  • Zugfahrzeug mit ABS und höchstens 3,5 t zulässiger Gesamtmasse
  • Anhänger mit hydraulischen Stoßdämpfern, wenn er gebremst ist
  • Reifen am Anhänger jünger als sechs Jahre und für mindestens 120 km/h zugelassen
  • Ein bestimmtes Verhältnis zwischen Anhängergewicht und Leergewicht des Zugfahrzeugs
  • Eintrag in den Fahrzeugpapieren und die Tempo-100-Plakette hinten am Anhänger

Die Tempo-100-Zulassung stellt die Zulassungsstelle aus, meistens nach einem Gutachten von TÜV oder DEKRA. Mit dem Führerschein hat sie nichts zu tun. Sie gilt für das Fahrzeug, nicht für Sie.

Nach der Prüfung: Was Sie mit dem Gespann beachten müssen

Der Führerschein Klasse BE ist erst der Anfang. Auf der Straße gelten mit Anhänger ein paar eigene Regeln:

  • Tempo: Außerorts und auf der Autobahn maximal 80 km/h, so steht es in § 3 StVO. Mit Tempo-100-Zulassung und passender Plakette am Anhänger sind 100 km/h erlaubt.
  • Linke Spur: Auf Autobahnen mit drei oder mehr Fahrstreifen ist der ganz linke Streifen für Züge über 7 m Länge tabu.
  • Stützlast: Nutzen Sie sie aus, aber überschreiten Sie sie nicht. Zu wenig Stützlast macht das Gespann instabil.
  • Beladung: Schweres nach unten und über die Achse. Nie hinten im Anhänger.
  • Außenspiegel: Bei breiten Wohnwagen Pflicht, wenn Sie sonst nicht nach hinten sehen.

Und ein Tipp von uns: Die ersten zwei, drei Fahrten mit dem eigenen Gespann nicht gleich in den Alpen. Lieber eine Runde übers Land, einen leeren Parkplatz zum Rangieren suchen und sich an die Länge gewöhnen.

Rückwärtsfahren mit Anhänger: So klappt es in der Prüfung

Das ist der Teil, vor dem fast alle Respekt haben. Zu Recht, denn mit Anhänger funktioniert Rückwärtsfahren anders als alles, was man mit dem Auto kennt. Ein paar Dinge, die unsere Kunden immer wieder als hilfreich beschreiben:

  1. Hand unten ans Lenkrad. Greifen Sie das Lenkrad unten auf sechs Uhr. Dann bewegen Sie die Hand in die Richtung, in die der Anhänger fahren soll. Das dreht das Denken um und funktioniert erstaunlich gut.
  2. Langsam, langsamer, am langsamsten. Mit Schrittgeschwindigkeit haben Sie Zeit, zu korrigieren. Wer schnell zurücksetzt, verliert den Anhänger sofort.
  3. Kleine Lenkbewegungen. Ein Viertel Umdrehung reicht meistens. Der Anhänger reagiert mit Verzögerung, und genau das überrascht die meisten.
  4. Lieber einmal neu ansetzen. In der Prüfung dürfen Sie in der Regel korrigieren, also ein Stück vorfahren und neu ansetzen. Das ist besser, als den Anhänger querzustellen.
  5. Beide Spiegel nutzen. Nicht über die Schulter nach hinten starren. Der Anhänger ist in den Spiegeln viel besser zu sehen.

Wer vor der ersten Fahrstunde für den Führerschein Klasse BE schon mal auf einem leeren Parkplatz mit einem geliehenen Anhänger geübt hat, spart sich oft zwei bis drei Übungsstunden. Voraussetzung: Das Gespann liegt innerhalb dessen, was Sie mit Klasse B fahren dürfen, also zum Beispiel ein leerer 750-kg-Anhänger aus dem Baumarkt.

B und BE zusammen machen: Lohnt sich das?

Kurze Antwort: meistens ja, wenn Sie wissen, dass ein Anhänger kommt. Der Führerschein Klasse BE lässt sich direkt an die Ausbildung für B anhängen. Sie zahlen dann in vielen Fahrschulen nur einen Grundbetrag, stellen nur einen Antrag bei der Behörde und haben die Fahrpraxis noch frisch.

Der Nachteil: Die Ausbildung dauert insgesamt etwas länger, und wer bei B durchfällt, muss erst B nachholen, bevor BE geprüft werden kann. Für junge Fahranfänger, deren Eltern einen Pferdeanhänger oder Wohnwagen haben, ist die Kombi trotzdem oft die beste Lösung. Mit BF17 geht der Führerschein Klasse BE übrigens auch schon ab 17, dann aber nur mit eingetragener Begleitperson.

Wer B schon hat und erst Jahre später BE dranhängt, zahlt etwas mehr, muss aber auch nur das lernen, was wirklich neu ist. Beides ist in Ordnung. Entscheidend ist, dass Sie nicht ohne passende Fahrerlaubnis losfahren.

Was passiert, wenn Sie ohne BE mit zu schwerem Anhänger fahren?

Das wird gern unterschätzt. Wer ein Gespann fährt, für das er den Führerschein Klasse BE bräuchte, aber nur B hat, fährt ohne Fahrerlaubnis. Das ist keine Ordnungswidrigkeit mit ein paar Euro Bußgeld, sondern eine Straftat. Es drohen Geldstrafe, Punkte in Flensburg und im Wiederholungsfall mehr.

Noch unangenehmer wird es nach einem Unfall. Die Haftpflichtversicherung zahlt zwar den Schaden der anderen, kann sich das Geld aber von Ihnen zurückholen. Bei einem Wohnwagengespann, das auf der Autobahn ins Schlingern gerät, sind das schnell fünfstellige Beträge. Und die Kaskoversicherung zahlt für Ihren eigenen Schaden oft gar nichts.

Der Halter ist übrigens auch dran, wenn er jemanden mit dem Gespann fahren lässt, der keinen Führerschein Klasse BE hat. Wer also seinen Wohnwagen verleiht, sollte sich den Führerschein zeigen lassen.

Ein Fall aus unserer Beratung

Eine Familie aus der Nähe von Osnabrück, zwei Kinder, frisch einen gebrauchten Wohnwagen mit 1.800 kg gekauft. Zugfahrzeug: ein Skoda Kodiaq mit 2.500 kg zulässiger Gesamtmasse. Zusammen 4.300 kg. Der Vater hatte Klasse B seit 2004 und ging davon aus, dass das reicht, weil „der Händler nichts gesagt hat“.

Wir haben das beim ersten Gespräch durchgerechnet: B reicht nicht, B96 knapp auch nicht. Also Führerschein Klasse BE. Antrag in der ersten Woche, Theorie an zwei Abenden, fünf Sonderfahrten und vier Übungsstunden. Nach viereinhalb Wochen war die Prüfung durch, zwei Wochen vor dem ersten Urlaub. Kosten insgesamt knapp 900 Euro. Das ist ungefähr das, was eine Woche auf dem Campingplatz in der Hauptsaison kostet.

So hilft FahrKlar beim Führerschein Klasse BE

FahrKlar ist ein Beratungs- und Begleitservice. Wir stellen keine Führerscheine aus, das macht nur die Behörde. Und die Prüfung legen Sie selbst ab. Was wir für Sie übernehmen, ist alles drumherum, damit Ihr Führerschein Klasse BE ohne Umwege kommt:

LeistungWas genau passiert
Kostenlose ErstberatungWir rechnen mit Ihnen nach, ob B, B96 oder der Führerschein Klasse BE für Ihr Gespann nötig ist. Fahrzeugschein reicht.
Fahrschul-SucheWir helfen, eine anerkannte Fahrschule in Ihrer Nähe zu finden, die BE anbietet und zeitnah Termine hat.
AntragWir bereiten den Antrag bei der Führerscheinstelle vor und prüfen alle Unterlagen.
PrüfungsvorbereitungCheckliste für die Abfahrtkontrolle, Tipps fürs Rückwärtsfahren, typische Prüfungsfehler.
Kombi-PlanungWenn Sie B und BE zusammen machen, planen wir den Ablauf so, dass Sie Zeit und Gebühren sparen.

Alles zu Klasse B, B96, B196 und B197 finden Sie auf unserer Leistungsseite Autoführerschein Klasse B und Anhänger. Wer beruflich noch größer ziehen will, schaut bei Klasse C und CE vorbei. Und was andere über uns sagen, steht bei den Erfahrungen.

Häufige Fragen zum Führerschein Klasse BE

Muss ich für den Führerschein Klasse BE eine Theorieprüfung machen?

Nein. Sie besuchen 4 Doppelstunden Theorieunterricht, eine Prüfung am Computer gibt es aber nicht. Nur die praktische Prüfung.

Kann ich BE gleichzeitig mit B machen?

Ja. Viele Fahrschulen bieten das als Paket an. Die praktischen Prüfungen können sogar am selben Tag stattfinden, zuerst B, dann BE.

Wie lange dauert der Führerschein Klasse BE?

Wenn Sie B schon haben, meist zwei bis sechs Wochen. Die längste Wartezeit ist oft der Antrag bei der Behörde. Stellen Sie ihn früh.

Darf ich mit BE auch einen Anhänger an einem Wohnmobil ziehen?

Nur wenn das Wohnmobil unter 3.500 kg liegt, also selbst Klasse B ist. Für schwerere Wohnmobile brauchen Sie C1, mit schwerem Anhänger dahinter C1E.

Gilt der Führerschein Klasse BE auch im Ausland?

Ja, in der ganzen EU und im EWR. Beachten Sie aber, dass manche Länder andere Tempolimits für Gespanne haben.

Ich habe einen ausländischen Führerschein mit Anhängerklasse. Gilt der hier?

Ein EU-Führerschein mit BE gilt in Deutschland einfach weiter. Bei Führerscheinen aus Drittstaaten hängt es vom Land ab, ob die Anhängerklasse bei der Umschreibung übernommen wird oder ob Sie eine praktische Prüfung machen müssen. Das klären wir in der Erstberatung anhand von Anlage 11 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

Brauche ich für einen leeren Anhänger auch BE?

Maßgeblich ist die zulässige Gesamtmasse, die in den Papieren steht, nicht das, was der Anhänger gerade wiegt. Ein leerer Pferdeanhänger mit 2.400 kg zulässiger Gesamtmasse zählt also mit 2.400 kg. Das überrascht viele, ist aber eindeutig geregelt.

Kann ich die Fahrschule für BE frei wählen?

Ja. Achten Sie aber darauf, dass die Fahrschule ein eigenes Gespann hat, am besten einen Anhänger, der Ihrem späteren ähnelt. Manche kleine Fahrschulen bieten BE gar nicht an oder leihen sich das Fahrzeug, dann werden Termine knapp.

Zum Schluss

Der Führerschein Klasse BE ist kein großer Aufwand. Keine Theorieprüfung, fünf Pflichtfahrten, eine praktische Prüfung, und das Ding gilt lebenslang. Die meiste Arbeit steckt in der Vorfrage: Brauche ich ihn überhaupt, und passt mein Auto zum Anhänger? Genau da setzen wir an.

Schicken Sie uns ein Foto von Ihrem Fahrzeugschein und sagen Sie, was Sie ziehen wollen. Wir melden uns meist innerhalb eines Werktags. Hier geht’s zur kostenlosen Beratung. Wer tiefer einsteigen will, liest weiter in unserem Praxisratgeber Führerschein BE: Brauche ich ihn wirklich? oder allgemein zum deutschen Führerschein.

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